Francis Lalanne

Sensibel gedichtete Liebeslieder und ungestüme Texte - das ist Francis Lalanne.
Vater Franzose, Mutter aus Uruguay, wird er 1958 in Bayonne als ältester von drei Söhnen geboren. Zweisprachig aufwachsend, verlebt er seine Kindheit teils in Frankreich, teils in Uruguay. Mit 12 beginnt er, erste Lieder zu schreiben. Wieder in Frankreich, zieht er mit einer Schülerband durch Marseille und Umgebung. Doch schlechte Erfahrungen mit Plattenproduzenten schrecken ihn zunächst von einer Chansonkarriere ab. Nach dem Abitur (und der Schauspielschule, die er schon zuvor abschloß) geht er daher erst einmal nach Paris, um an der Sorbonne Literatur zu studieren.

Zwei Jahre später fallen seine Lieder einem Rundfunkmoderatoren auf und 1979 erscheint sein erstes Album "Rentre chez toi". Sein unkonventioneller Stil in Text und Interpretation findet begeisterte Fans - und spaltet die Kritik, bis heute. Es folgen 3000 Konzerte und jedes Jahr ein weiteres Album, er schreibt eine Rockoper und veröffentlicht seinen ersten Roman "Ajedhora" (ein utopisches Märchen).


Seit 1987 spielt er häufiger Theater, zunächst Molières "Dom Juan".

Konzerte und neue Alben werden seltener, dazwischen schreibt er weitere Bücher:
* Le Roman d'Arcanie, eine Sammlung von 366 Gedichten (Leseprobe: Son regard s'est ouvert)
* Les Carnets de Lucifer (lose Folge autobiographischer Texte)
* Le Journal de Joseph
* D'amour et de mots (Gedichte, Prix Tristan Tzara)
* Éliade ou l'Idéale (Gedichte)


1995 bietet ihm Jean Piat die zweite Rolle in seinem Zweipersonenstück "L'Affrontement" an. Es wird ein großer Erfolg mit insgesamt 5 Molière-Nominierungen (französischer Theaterpreis). Außerdem dreht er seinen ersten Film, "Marie de Nazareth", unter der Regie des Altmeisters Jean Delannoy.


Nach sechsjähriger musikalischer Pause (nur unterbrochen durch die Hauptrolle im Herbert-Pagani-Musical "Mégalopolis") erscheint 2000 das Album "Sans Papiers".
Seit März 2003 ist sein neuestes Album "D'une vie à l'autre" auf dem Markt.

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